Russland Teil 2

7.6.2013 Moskau

Wir haben heute keine Lust was in den Blogg zu schreiben, es gibt besseres zu tun. Deshalb erfährt ihr nicht, dass es heute vormittags geregnet hat. Wir sind trotzdem los und mit der Metro in die City gefahren.

Auf dem Roten Platz und ins Lenin-Mausoleum durften wir nicht, wegen den Vorbereitungen zum Nationalfeiertag am 12. Juni. Aber in die Basilius-Kathedrale, ins Kaufhaus Gum und ins historische Museum, angeblich das größte Museum der Welt (glaub ich nicht!). Das Museum will wohl den Ruhm und Glanz des Russischen Reich wieder erwecken wollte. So zumindestens unser Eindruck, denn es endete Anfang des 20.Jahrhundert. Die neuere Vergangenheit und Gegenwart nicht mit einen Teil/Wort/Bereich vertreten. Aber man damit schon ganz schön viele Stunden verbringen! Und es ist richtig anstrengend.

Danach brauchten wir nur noch einen Snack und Kaffe auf halben Weg zum Quartier, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

8.6.2013 Moskau

2.Tag in der Großstadt. Heute versuchten wir in den Kreml zu gelangen. Nachdem wir uns in die Kassenschlange stellten und nach zirka einer Stunde die Kassentür vor unserer Nase geschlossen wurde (ohne ein Ticket zu haben), machten wir uns auf den Weg zur größten orthodoxen Kirche Russland’s.

Von da aus war es nicht mehr weit zum Puschkin-Museum. Welches Exponate von der Antike bis zum Mittelalter beherbergt und alte Gemäldeschinken. Dieses Museum war um Klassen besser, als das gestrige Historische Museum.

Später saßen wir auf einem Ausflugsschiff auf der Moskwa. In 1 1/2 Stunde sieht man einiges von Moskau. Vorbei an Wohnbauten der sowjetischen Zeit und der jetzigen Zeit (Banken). An wunderschönen Bauten im Zuckerbäckerstil, Olympia-Stadion von 1980 und an den Sperlingsbergen (Naherholungsgebiet mitten in Moskau)!

Die Endstation der Schifffahrt war nicht weit von der Metrostation Proletarskaja. Wo uns gleich aufgefallen istf, dass wir in einem Arbeiterviertel gelandet sind. Normale Menschen und der eigene Stallgeruch. Das tat richtig gut, im Vergleich zum Stadtzentrumgetümmel. Nicht mehr die Mischung von Yuppie’s, Anzugträgern, Angestellten und Horden von Touristengruppen. Dort jedenfalls, suchten wir uns eine Gaststätte, um unseren Hunger und Durst zu stillen.

Moskauer U-Bahn

Die größeren Entfernungen legten wir mit der Moskauer Metro hinter uns. Und schauten uns gleich verschiedene sehenswerte Metrostationen an, Paläste des Volkes. Zumindest vor 1990! Die Metro ist das billigste (ca. 0,70€ für eine beliebige Fahrt) und schnellste Fortbewegungsmittel in Moskau und macht Spaß.

Am Abend im Hotel schmiedeten wir den Plan für den nächsten Tag.

9.6.2013 Moskau

Frühes Austehen, weil wir aus dem Fehler vom Vortag am Kreml lernen wollten. Pünktlich um 9.00 Uhr standen wir an der Kasse des Kreml, welche gerade öffnete und nur eine Handvoll Leute vor uns standen. Da die Feierlichkeiten des russischen Unabhängigkeitstages (Anfang der Neunziger Jahre) am 12.6. ist, war nur die Rüstkammer zugänglich. Der Rest des Kreml, sowie auch das Lenin-Mausoleum eben nicht. Was dort an Kunstschätzen ausgestellt ist, ist beeindruckend und auf jedenfall sehenswert. http://www.kreml.ru/

Auf unserer gestrigen Tour zum Puschkin-Museum, kamen wir an einer weiteren Ausstellung vorbei. Diese schauten wir uns heute als nächstes an. Monet, Picasso, Matisse, Goya, van Gogh, Cézanne, Derain und viele andere, Gemälde und einige Plastiken. http://www.newpaintart.ru/

Morgen gehts nach Nizhniy Nowgorod.

10.6.2013 Moskau -> Nizhny Novgorod km 202937

In Nizhny Novgorod, in Nizhny Novgorod,

da schmeckt das Bier so gut,

tralalalala.

Wir sind an der Wolga! Wir sind schon vor 8 gestartet und zügig aus Moskau herausgekommen. Bei gutem Wetter ging es gut 400 km weiter nach Nizhny. Das dauerte über 8 Stunden, mit vielleicht 1 Stunde Pausen, und dann noch ne Std. bis wir unser Hostel gefunden haben. Einquartieren, was Essen, Einkäufen und ein Abendspaziergang, das reicht für heute. Die Fotos unten zeigen uns bei eine Pinkelpause in Misjurewa, einem typischen Örtchen an der Magistrale.

Und die ersten 3, die uns nach unserer Rückkehr auf der Karte genau zeigen können, wo das ist, bekommen je ein Freibier von uns, hihi!!! 😉

11.6.2013 Nizhny Novgorod (früher Gorki)

Liebe Leute, auf Grund technischer Probleme werden wir den Blog hier abbrechen und in einem Teil 2 fortsetzen, und das voraussichtlich mehrmals wiederholen, Teil 3, Teil 4…

Heute morgen waren wir im GAZ-Fahrzeug-Museum, welches direkt am riesigen GAZ-Werk ist. Maiki war ganz aus dem Häuschen, so viele bekannte Fahrzeuge aus seiner alten Heimat zu sehen. Und dann hat er auch noch einen ausgestellten Zeitungsartikel der Jenaer Volkswacht gefunden: „Stürmischer Jubel für die Gorkier Volkskünstler“ da hat er gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd und ist begeistert herumgehüpft wie ein Klabautermann. Und in der Fahrzeughalle gab es tatsächlich eine ganze Reihe schöner, alter Autos. Und wenn man den Fotos glaubt, dann sind einige von denen sogar manchmal gefahren. Fotoshop? 😉

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Im GAZ Museum

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Zusammenfluss von Oka und Wolga vom Kreml aus gesehen

Nach Mittagsimbis und Siesta sind wir dann zum Kreml, fast jede russische Stadt hat sowas, das heißt nämlich Zitadelle, Burg, Stadtmauer, oder so. Der von Nizhny ist besonders beeindruckend, den er ist gut erhalten, 11von 12 Türmen stehen noch, und er liegt auf der höchsten Erhebung weit und breit, ca. 200 m hoch, am Zusammenfluß von Oka und Wolga.

Tolle Aussicht, aber der alte Kettenraucher Uli hat gekeucht, als er da hoch eierte, als müßte er auf den Everest.

Das Abendessen gab es im Hof des Hostels Chillout (sehr empfehlenswert!!), kalte Pizza, Bier und Kleinkram, sowie natürlich Kaviar und Wodka. Später kamen dann noch ein paar russische Arbeiter dazu, möglicherweise ein ganz klein wenig angetrunken, vor denen haben wir dann nach einiger Zeit die Flucht ergriffen.

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